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Grußwort Tanja und Johnny Haeusler

Wir sollten vernetzt sein wollen

Schirmherrin und Schirmherr waren wir noch nie und steigen als solche nun unvorbelastet und ahnungslos ausgerechnet im Bildungssektor ein, was unter dem „Wenn schon, denn schon“-Aspekt sehr passend ist, denn halbe Sachen sind nicht unser Ding.

Stürzen wir uns also mit vollem Elan ins Grußwort, startend mit dem Evergreen der Bildungsplattitüden: „Nicht für die Schule, für‘s Leben sollst du lernen!“
Nicht gleich wegblättern!
- Wir haben diesen ausgenudelten Gemeinplatz absichtlich hervorgekramt, weil er heute mehr Stirnrunzeln denn je hervorrufen sollte bei all jenen (und da schließen wir Sie einfach mal mit ein), die sich nichts sehnlicher wünschen als lebensnahe Schulen, die es als ihre vornehmste Aufgabe betrachten, Kinder in ihrer natürlichen Neugierde zu unterstützen, sie zu kritisch und frei denkenden Menschen zu erziehen und sie zu verantwortungs- und respektvoller Teilnahme an der Gesellschaft zu ermutigen. Auf dass sie am Ende reif und fit seien für die Welt, die sie braucht.
- Mit dem Einzug und der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Etablierung neuer Medien hat sich die Welt radikal verändert. Und welche Kompetenzen für heutige Schüler nötig sind für die Welt, in die sie einst entlassen werden, ist ungewiss.

Gewiss aber ist: das Internet wird nicht wieder weggehen, und die sich rasant verändernde Medien- und Kommunikationslandschaft wird das Leben unserer Kinder in weiten Teilen mitbestimmen. Wer heute für‘s Leben lernen soll, tut also gut daran, zeitig die Chancen zu nutzen, die neue Medien uns bieten, um junge Menschen zeitgemäß zu erziehen.

Und Chancen finden sich etliche! Lernen Sie das Netz als Wissens- und Kulturarchiv lieben, freuen Sie sich darüber, dass es Menschen über weite Distanzen in Nullkommanix zusammenführen kann, dass es zum Mitmachen ermuntert, kritisches Denken fordert und fördert, wertschätzen Sie seine Grenzenlosigkeit und Vielfalt.

Wenn es Ihnen hier und da gar zu bunt wird, erinnern Sie sich: Nur eine freie Gesellschaft erlaubt wirkliche Vielfalt und verschafft uns schließlich auch das Glück, die Bildungslandschaft durch freie Schulen mit unterschiedlichsten pädagogischen Ausrichtungen und Zielen bereichern zu können. Wir brauchen also eigentlich nur noch einen Schritt zurück zu treten, um das Internet, dieses Füllhorn an Möglichkeiten, toll zu finden. Ganz besonders deshalb, weil die allermeisten Jugendlichen das Netz und neue Technologien bereits begeistert nutzen.
„Diejenigen“, sagt man, „die können sollen, müssen wollen dürfen.“
Wenn es um Medienkompetenz geht, waren Wollen und Sollen sich nie näher.
Wir wünschen den freien Schulen Berlins Spaß und Erfolg beim gekonnten Sich-vernetzen-müssen-dürfen.
In der Schule und im Leben!

Tanja und Johnny Haeusler
(September 2014)