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Morgenpost 13.9.12

Freie Schulen finden kaum noch geeignete Gebäude in Berlin
Noch in diesem Monat soll die Arbeitsgemeinschaft "Musterschule" von der Senatsverwaltung dem Abgeordnetenhaus ein neues Finanzierungsmodell für die Privatschulen vorlegen.
Darin sollen auch Kostensätze etwa für Betriebskosten oder Gebäudeunterhaltung enthalten sein. Bisher werden nur die Personalkosten vom Land zu 93 Prozent erstattet.
Der Boom der Privatschulen scheint abzuebben. In diesem Schuljahr haben weniger allgemeinbildende Schulen in freier Trägerschaft als in den vergangenen Jahren eröffnet. Drei Neugründungen verzeichnet die Arbeitsgemeinschaft Schulen in freier Trägerschaft. Bei der Evangelischen Schulstiftung, einem der größten Träger, beispielsweise gab es zu Schuljahresbeginn keine Neueröffnung. Frank Olie, Vorsitzender der Schulstiftung, macht dafür vor allem das Raumproblem verantwortlich. Es sei kaum noch möglich, freie Gebäude zu finden, sagt Olie. Die Bezirke würden die wenigen eigenen Grundstücke und Gebäude, die noch nicht veräußert sind, selbst benötigen. So sei beispielsweise eine Initiative von Eltern in Pankow gescheitert, eine evangelische Grundschule in der Sekundarstufe weiterzuführen. Auch in Kreuzberg musste eine Initiative für eine evangelische Schule ihr Vorhaben letztlich wegen nicht vorhandener Räume aufgeben.
Am 23. September können sich Eltern und Schüler einen Überblick über das Angebot von Privatschulen in Berlin verschaffen. Auf dem Markt der Möglichkeiten stellen sich von 13 bis 16 Uhr 60 allgemeinbildende Schulen in freier Trägerschaft im Palais am Festungsgraben vor. In den Schulen selbst gibt es zahlreiche öffentliche Veranstaltungen unter dem Motto "Wissen, wo's langgeht". Im Mittelpunkt des diesjährigen Tages der freien Schulen steht das Fach Geografie. Alle Termine und Veranstaltungen sind im Internet unter www.freie-schulen-berlin.de zu finden.
Quelle: flo
Berliner Morgenpost, 13.9.2012